
In seiner Autobiografie mit dem vielsagenden Titel “Wie ausgewechselt – verblassende Erinnerungen an mein Leben” hat der ehemalige Schalke-Manager sich erstmals mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit gewandt: Rudi Assauer hat Alzheimer und will sich nicht mehr verstecken, sondern offensiv gegen sein Leiden ankämpfen.
Assauer hatte sein Leben lang “richtig Schiss” vor dieser Krankheit, denn er musste in seiner eigenen Familie mit ansehen, was es heißt, dement zu werden. 1982 verstarb seine Mutter nach langer Leidensgeschichte und auch seinen älteren Bruder hat die Krankheit schon vor Jahren eingeholt und wird seitdem im Pflegeheim betreut. Jetzt wurde Rudis größte Angst Wirklichkeit. Er hat Alzheimer, zwar noch im Anfangsstadium, aber die Krankheit lässt einem nicht viel Zeit. Seine Nervenzellen im Gehirn werden langsam aber sich absterben und damit seine geistigen Fähigkeiten sich nach und nach zurückbilden. Das geht einher mit nachlassender Merkfähigkeit, Müdigkeit, Orientierungsproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Inkontinenz und Sprachstörungen. Der Tagesablauf wird stark beeinträchtigt, im fortgeschrittenen Stadium benötigt der Betroffene Hilfe von außerhalb oder muss in eine Pflegeeinrichtung eingewiesen werden, um sein tägliches Leben noch bewerkstelligen zu können.


